Teilnahmebedingungen

INVESTIGATION

Der Nannen Preis in der Kategorie Investigation zeichnet hervorragende journalistische Leistungen aus, die unbekannten oder unterdrückten Fakten zum Durchbruch verhelfen, zum Beispiel, indem sie

  • einen Missstand oder einen Rechtsbruch aufdecken
  • komplexe Datensätzestrukturiert auswerten und so relevantes Wissen einem breiten Publikum zugänglich machen
  • einen tief recherchierten Sachverhalt aus Natur- oder Geisteswissenschaft, aus Politik und Gesellschaft besonders anschaulich und verständlich darstellen

 

In diese Kategorie gehören klassische Investigativstücke und Dokumentationen aus Printmedien, Fernsehen und Radio genauso wie digitale, auch interaktive, Formate. Hier geht es um Arbeiten, deren Publikum sagt: „Das hat uns die Augen geöffnet.“

EINSENDESCHLUSS IST DER 28. Februar 2021

Alle eingereichten Arbeiten zum Nannen Preis 2021 müssen im Lauf des Jahres 2020 in deutschsprachigen Medien veröffentlicht worden sein. Die Einreichungen werden nur online entgegengenommen unter www.nannen-preis.de/wettbewerb.

Für Beiträge in der Kategorie Investigation gilt: 

  • Bitte beantworten Sie die Fragen (s.u.) im Making-Of möglichst detailliert und ausführlich.
  • Wenn die eingereichte Arbeit als Paid Content veröffentlicht worden ist, schreiben Sie die uneingeschränkten Zugangsdaten bitte ins dafür vorgesehene Feld.
  • Es können mehrere Veröffentlichungen (insgesamt nicht mehr als fünf) zu einem Thema eingereicht werden. Dazu gehören auch vor 2020 veröffentlichte Recherchen, die hauptsächliche investigative Leistung muss aber in 2020 stattgefunden haben (Erläuterung im Making-Of notwendig). Bei Investigativserien oder einem crossmedialen Projekt haben Sie die Möglichkeit, bis zu fünf Beiträge zum gleichen Thema anzugeben. Beginnen Sie jeweils mit dem Beitrag der maßgeblichen investigativen Leistung. Wählen Sie im Einreichungsformular bei mehreren Beiträgen bitte das Datum und den Titel des Hauptbeitrages oder des übergeordneten Serienthemas (zum Beispiel: „Panama Papers“) aus.
  • Die Einreichung zum Nannen Preis ist öffentlich, journalistische Arbeiten können von jeder und jedem zum Wettbewerb eingereicht werden – von den Autor*innen selbst, von Redaktionen, Leser*innen, Zuhörer*innen, Zuschauer*innen, User*innen.
  • Pro Kategorie und Autor*in werden höchstens zwei Arbeiten berücksichtigt.
  • Jede Arbeit darf nur in einer Kategorie eingereicht werden.

 

Bei investigativen Einreichungen beantworten Sie im Making-Of bitte folgende Fragen:

  1. Hat die Autorin oder der Autor den Sachverhalt, über den sie oder er berichtet, selbst entdeckt, oder hat sie oder er bei dessen Aufdeckung eine aktive Rolle gespielt?
  2. Hat der Sachverhalt, der aufgedeckt wurde, eine gesellschaftliche Bedeutung, und worin besteht sie?
  3. Musste die Autorin oder der Autor Widerstände überwinden, und welcher Art waren sie?
  4. Ist der Bericht über den aufgedeckten Sachverhalt für jede Person ohne besondere Vorkenntnisse verständlich und nachvollziehbar?
  5. Wenn in der eingereichten Arbeit Namen von Protagonist*innen oder anderen Quellen von der Autorin oder dem Autor anonymisiert worden sind, teilen Sie uns bitte im Making-Of mit, wer außer der Autorin oder dem Autor die Klarnamen dieser Protagonist*innen kennt. Wie hat sich die Autorin oder der Autor deren Identität belegen lassen und kennt die Redaktion diese Information? Welche Aussagen der anonymisierten Quelle konnten verifiziert werden und auf welchem Weg? Auf wessen Betreiben erfolgte die Anonymisierung und welche Gründe gaben den Ausschlag dazu?
 
Bei dokumentarischen Einreichungen beantworten Sie im Making-Of bitte folgende Fragen:
 
  1. Hat die Recherche ganz neue Aspekte aufgetan und bislang unbekanntes Wissen geschaffen?
  2. Ist die Autorin oder der Autor besonders klug vorgegangen, hat sie oder er durch Raffinesse oder Hartnäckigkeit Zugänge geöffnet, die sonst verschlossen wären, oder hat sie oder er durch Ausdauer Vertrauen geschaffen, das die Arbeit schließlich ermöglicht hat?
  3. Worin bestand der Einsatz der Autorin oder des Autors: Sind sie persönliche Risiken eingegangen, haben sie sich weit über das Erwartbare engagiert?

 
Bei Teamarbeit
Bitte schildern Sie im Making-Of, welchen Anteil die als Autor*innen Genannten an der Entstehung hatten, ggf. wer im Team federführend war.

Bei mehreren Medienpartnern
Bei Beteiligung mehrerer Medienpartner – auch internationaler – sollte das Making-Of genaue Angaben dazu enthalten, welche Rolle welcher Medienpartner bei der Entstehung der Arbeit gespielt hat bzw. welchen Anteil die einzelnen Medienpartner daran haben.

Bei crossmedialen Projekten
Bitte schildern Sie im Making-Of die Planung der crossmedialen Umsetzung des Projekts möglichst genau, samt einer Begründung, welche Erzählanforderungen den Ausschlag für die jeweiligen Ausspielformen gegeben haben.

Die vollständige Bewerbung beinhaltet:

  • Ausgefülltes Einreichungsformular (wird mit Beginn der Ausschreibung online bereitgestellt)
  • Link zum Beitrag (auf redaktionelle Webseiten, Mediatheken oder bereitgestellt auf Content-Plattformen wie z.B. Youtube, Vimeo, Audio Now)
  • Bei Paid Content: uneingeschränkte Onlinezugänge für alle Juror*innen
  • Making-Of (Beschreibung des Rechercheweges/Folgen der Veröffentlichung und Fragen s.o.)